Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft
Ich habe Kollegen besucht, die als Lehrkräfte an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen (SHL) arbeiten. In der Ausbildung der Agronomen und Agronominnen hat sich ja einiges verändert. Meinen schönen Titel als dipl. Ing. agr. ETH gibt es bald nicht mehr. Die Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen hat der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich im Bereich Landwirtschaft den Rang abgelaufen. An der SHL haben sich dieses Jahr 136 Studentinnen und Studenten für das erste Semester eingeschrieben, an der ETH in Zürich waren es nur noch drei Dutzend.
Statt Ingenieur-Diplome (dipl. Ing) werden jetzt Bachelor- oder Master-Diplome nach Studienabschluss erworben. Die Schweiz hat sich wohl oder übel den europäischen oder weltweiten Regelungen angeschlossen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Es gibt auch hier verständlicherweise keine Alternativen für einen nationalen, kleinstaatlichen Alleingang. Das Problem ist nur, dass die Schweiz schlussendlich alles nachvollziehen muss, ohne auch nur das Geringste in der EU mitzuentscheiden. Eine unwürdige, leider selbstgewählte, Situation für unser Land.
Hansueli Trachsel (hut)
Für mich gehört er zu Bern wie das Münster und das Bundeshaus. Seit Jahrzehnten fotografiert er in Rathaus und Bundeshaus, illustriert Geschichten aus Stadt und Kanton Bern. Er war dabei als Stephanie und ich 1986 gemeinsam in den Bernischen Grossen Rat gewählt wurden. Er machte die Aufnahmen auf der Bundeshausterasse für den „Bund“ als wir 2003 aus dem Nationalrat zurücktraten. Er illustrierte Bücher über den Berner Sandstein und das Dienstbotenheim Oeschberg. Er dokumentierte für den Berner „Bund“ Siegesfeiern und Niederlagen. Immer in Schwarz Weiss. Unaufgeregt. Manchmal überraschend. Nie verletzend oder voyeuristisch. Die Reportagen zusammen mit Walter Däpp im „Der Bund“ gehören für mich zum Besten was im Kanton Bern im Tagesjournalismus publiziert wurde.
An unserer Stubentüre hangen inzwischen 9 Jahreskalender von hut übereinander. Aufnahmen jedes Jahr zu einem bestimmten Thema, auch Fotos die seine Tochter Flavia gemacht hat. Schöne Bilder.
Veranstaltungskalender
Wahlwerbung und Veranstaltungskalender an einem Scheunentor in Suberg im Berner Seeland.
Wer auf der Plakatwand nichts hörens- und sehenswertes findet, dem empfehle ich Aufnahmen aus New Orleans und Starkville, Missisippi auf subergwest mit Johnny Cash und Fats Domino.
Blauzungenkrankheit
Die Schweizer Bauern fürchten sich vor der Blauzungenkrankheit aber noch mehr vor einem Freihandelsabkommen mit der EU. Bundesrätin Leuthard will jedem Bauern 50 000 Franken in die Hand drücken um ihnen die Zollsenkungen schmackhaft zu machen. Aber richtige Schweizer Bauern wollen nichts davon wissen, sie lassen sich nicht kaufen! Recht so. Schade nur, dass sich viele verkaufen lassen, an die SVP…..
Meine Schweiz, mein Fernsehen
Sie machen es einem nicht leicht, die Schweizer. Wenn ich wieder mal die Tagesschau aus SF1 schauen will, läuft da so ein komischer Schriftzug quer über den Bilschirm: „Dieser Sender wird am 26. November definitiv abgeschaltet…..“ ???
Was fällt denen ein, einfach so und sogar ohne Volksabstimmung….hat da niemand protestiert, oder haben jetzt vielleicht die Russen auch schon unser Fensehen gekauft?
Umstellung auf digitales Fernsehen wurde ich im TV-Geschäft belehrt, um die Qualität des Bildes zu verbessern. Eigentlich war ich bisher mit der Qualität des Bildes ganz gut zufrieden, manchmal zufriedener als mit der Qualität der Sendung….
Ich muss einen Decoder kaufen um in der Schweiz Schweizer Fernsehen zu schauen. 100 bis 200 Franken. Na ja, da ist sicher wieder die böse EU dahinter, die AUNS sollte sofort einschreiten.
Ich habe den Decoder zwischen Antenne und TV-Apparat installiert, genau nach der fünfsprachigen Anleitung. Jetzt ist die Bildqualität nicht besser sondern verzogen und digital flackernd… kein Wunder, Sendestärke nur 40%. Dafür ist der lästige und drohende Schriftzug auf dem Bilschirm verschwunden.
Man könne das Schweizer Fernsehen auch per Satellit empfangen, man brauche dazu nur eine neue Parabolantenne, einen Recever, einen Decoder mit Kartenschlitz und eine Karte für das Schweizer Fernsehen….
Am 26. November bin ich wieder in Frankreich, mit problemlosem Empfang aller Schweizer TV- und Radioprogrammen. Hier in der Schweiz schaue ich jetzt halt besser Arte, oder TF1…
Meine Schweiz, mein Fernsehen.
Skypen
„Hi
habt ihr Zeit zum skypen? Seid ihr grad am compi?
Gruss
Simon“
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Schon erstaunlich, dass wir mit unseren Kinderlein jederzeit und überall auf der Welt mit dem Internet-Fernseh-Telefon Skype gratis und unbeschränkt plaudern können. Zur Zeit live aus New Orleans!
Vor 13 Jahren erhielt ich in den USA die ersten Visitenkarten mit diesen komischen Internetadressen und wusste nichts damit anzufangen…
Hut ab vor all‘ den klugen Köpfen, die dieses Kommunikationswunderwerk in so kurzer Zeit entwickelt haben!
Immer wieder die EU…
Selbstbestimmung ade. Die Schweiz wird immer mehr zu einem rechtlosen EU Satelliten.
Wichtige Entscheide die unser tägliches Leben betreffen werden mehr und mehr in Brüssel getroffen, ohne unsere Mitbestimmung notabene. Alles was der Schweiz an Freiheit bleibt ist Nachvollzug. Jeden Tag und überall.
Der Finanzminister kündigt zuerst selbstsicher an, über die Steuern werde nicht verhandelt.
Dann etwas später, er müsse der EU nur unser Steuersystem erklären, die würden dann unsere Haltung schon begreifen. Gestern hat nun schon mal ein sog. „Dialog“ im Steuerstreit stattgefunden. Einziges Resultat, man werde im Januar den „Dialog“, nicht etwa die Verhandlungen, weiterführen…. Meine Hausbank hat mir schon lange mitgeteilt, „dass bei Geldüberweisungen an ein Finanzinstitut mit Sitz in der EU Name, Adresse und Kontonummer des Auftraggebers angegeben werden müssen. Zahlungsaufträge die diese Angaben nicht enthalten, werden ab dem 15. Dezember 2007 von den Banken in EU-Staaten nicht mehr akzeptiert“. Gut so, eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Im neuesten Tagesanzeiger-Magazin versucht ein überheblicher Journalist eine EU-Kommissarin davon zu überzeugen, dass nur das schweizerisch-direktdemokratische System die Volksrechte wahre…
Die Überheblichkeit und der Realitätsverlust gewisser Leute in der Schweiz ist schon fast beängstigend. Man preist die direkte Demokratie, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, dass sie nur funktionieren kann, wenn die Geldflüsse offengelegt würden….
Und nachdem nun in diesem Land eine fremdenfeindliche, rechts-nationalistische Partei mit der simplen Parole „EU-Beitritt nie“ mit Millionenaufwand die Wahlen gewonnen hat, glaubt man den anderen 27 demokratischen Staaten Europas Lektionen erteilen zu können.
Mein EU-Pass gibt mir sehr viel mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten und Freiheiten, als die trotzigen und kurzsichtigen Sprüche helvetischer EU-Gegner!
Weisch no….
Klassenztusammenkunft im Kreuz in Ammerzwil. Jahrgang 1947. Primarschule Grossaffoltern. 13 nicht mehr ganz junge Frauen und Männer sind gekommen. Einzelne sind schon pensioniert. Andere freuen sich auf den Ruhestand. Alle mehr oder weniger gezeichnet durch den Berufsalltag, durch das gelebte Leben. Weisch no….









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