AUSWANDERERBLOG

Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 20, 2007

Ich habe Kollegen besucht, die als Lehrkräfte an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen (SHL) arbeiten. In der Ausbildung der Agronomen und Agronominnen hat sich ja einiges verändert. Meinen schönen Titel als dipl. Ing. agr. ETH gibt es bald nicht mehr. Die Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen hat der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich im Bereich Landwirtschaft den Rang abgelaufen. An der SHL haben sich dieses Jahr 136 Studentinnen und Studenten für das erste Semester eingeschrieben, an der ETH in Zürich waren es nur noch drei Dutzend.
Statt Ingenieur-Diplome (dipl. Ing) werden jetzt Bachelor- oder Master-Diplome nach Studienabschluss erworben. Die Schweiz hat sich wohl oder übel den europäischen oder weltweiten Regelungen angeschlossen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Es gibt auch hier verständlicherweise keine Alternativen für einen nationalen, kleinstaatlichen Alleingang. Das Problem ist nur, dass die Schweiz schlussendlich alles nachvollziehen muss, ohne auch nur das Geringste in der EU mitzuentscheiden. Eine unwürdige, leider selbstgewählte, Situation für unser Land.

Eine Antwort

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  1. Avatar von Unbekannt Henry said, on November 20, 2007 at 9:34 pm

    Lieber Herr BumeSelbstbestimmung ade…..Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich die ca. 500 Millionen EU Bürger bei einem EU Beitritt der Schweiz von den 7 Millionen Schweizern etwa sagen liesse (Anteil 1.4%). Die Schweiz hat ausgezeichnete Möglichkeiten als neutrales Land zwischen den Blöcken zu vermitteln, so hat zum Beispiel Ahmadinedschad kürzlich erwogen die Urananreicherung in einem neutralen Land wie der Schweiz durch zu führen auch wenn dies technisch nicht möglich ist. Es wird immer wieder Situationen geben, indem die Schweiz als Brückenbauer zwischen den grossen, unbeweglichen Blöcken agieren kann. Man muss auch die Chancen sehen.Es ist ihnen zu gönnen, dass sie jetzt mit dem EU Pass viel mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten haben. Nutzen sie die Möglichkeit und schauen sie zum Beispiel, dass nicht wie bisher zwei Drittel der EU- Fördergelder in Frankreich nur an eine kleine Minderheit von Grossbauern gehen. Und teilen sie uns mit, wann sie in Frankreich an der Urne etwas bewegt haben – wir sind gespannt.So wie ich das sehe, will die Schweiz niemandem Lektionen erteilen, sie sollten einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass eine Mehrheit des Schweizervolkes der EU in nächster Zeit nicht beitreten will.Henry

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