Ballenberg
Im Freilichtmuseum Ballenberg stehen Häuser aus unserer Umgebung. So hat beispielsweise die Gemeinde Rapperswil BE den „Alten Bären“ abgerissen, der nun im Freilichtmuseum steht. In Rapperswil selber steht jetzt an Stelle der alten Wirtschaft ein hässliches Post- und Bankgebäude!
Aus Detligen stammt das Bauernstöckli im Ballenberg, an dessen Stelle jetzt ein anderes landwirtschaftliches Wohngebäude steht. Urteile selber, was schöner ist?
In Ostermundigen wurde dieser wunderschöne Bauernhof abgerissen. An dessen Stelle ist nun ein Kinderspielplatz und zumindest die alte schöne Linde blieb stehen!
Ich meine: Denkmalpflege zur Erhaltung der schützenswerten Bauten ist nötiger denn je!
Besuch im Emmental
Über 500 Jahre ist es alt, das bekannte Würzbrunnechiuchli in Röthebach im Emmental. Schön gelegen in einer Waldlichtung, selbst bei schlechtem Wetter eine Reise wert. Höchste Holzbaukunst aus alten Zeiten….
Jeremias Gotthelf schrieb von Röthenbach:
„Ein schmales, aber liebliches Tälchen hat der Rötenbach sich ausgegraben. Schöne Heimwesen, Sägen, Mühlen liegen im schönen Talgrunde, doch auch ärmliche Häuschen, deren Bewohner aber dort an der Sonne behaglicher leben als viele Palastbewohner an der Schattseite. Das Tälchen scheint so friedlich, dass weder Menschen noch Natur hier den Frieden stören, dass man Unfrieden, Aufruhr hier nur träumen zu können scheint.“
Zeitungsfieber
In der Schweiz wird man richtig eingedeckt mit Gratiszeitungen und es werden immer mehr (20minuten, heute, News….). Auch am Sonntag scheinen die Schweizerinnen und Schweizer nichts anderes zu tun als Zeitung zu lesen (Sonntagszeitung, Sonntagsblick, NZZ am Sonntag…). Das neuste Kind ist die „Sonntag CH“, ein Blatt der Mittellandzeitungen, und die hatten gleich einen Primeur….ha,ha!
Süsse Ernte
In der Schweiz beginnt heute die Zuckerrübenernte. Weil die kontingentierte Anbaufläche etwas erhöht wurde, beginnt die Verarbeitungskampagen früher als üblich. Die 7000 Zuckerrüben-Produzenten der Schweiz freuen sich auf eine gute Ernte. Anbau und Ernte der Zuckerrüben ist inzwischen vollständig mechanisiert. Unkraut-, Krankheits- und Schädlingsbekämpfung erfolgt inzwischen ausschliesslich durch chemischen Pflanzenschutz.
Das war früher anders: die Zuckerrüben-Pflänzchen mussten auf den Knien von Hand vereinzelt und das Unkraut auch von Hand entfernt werden. Harte Kinderarbeit war das in der „guten, alten Zeit“.
Farmer John
Vom Geschäftsführer der Kleinbauernorganisation habe ich eine Film-DVD erhalten über das Leben des Farmer John. Ein Bauernleben aus den USA, bodennah erzählt mit viel Gefühl für die Sorgen und Nöte einer ganzen Bauerngeneration. Ein cooler Film mit überraschendem Ausgang. „Die Ackererde schmeckt gut heute“, sagt Farmer John am Ende des Films. Ich fand viele Parallelen zu meinem Bauernleben….
Hier der Trailer (in englisch):
THE REAL DIRT ON FARMER JOHN Theatrical Trailer
Dieses harmlose Gewässer….
… hat dieses Jahr dreimal zu dramatischen Überschwemmungen geführt. Der Lyssbach hat dadurch nationale Bekanntheit erlangt. Allein beim Hochwasser von ende August sind Kosten von 46 Millionen Franken entstanden. Die sichtbaren Schäden werden dringend repariert und vernarben langsam. Innerhalb der Gebäude wird aber noch lange saniert, getrocknet und umgebaut.
Aber im Einzugsbereich des Gewässers wird munter weitergebaut und damit Boden versiegelt. Der Lyssbach ist das Opfer der überbordenden Bautätigkeit in der Region:
Wohnbauten, Industrie- und Gewerbebauten, Autobahn, SBB-Doppelspur, Strassen und Plätze ….
Es sind bauliche Lösungen geplant um weitere Überschwemmungen zu verhindern: ein Hochwasserstollen (30-40 Millionen Franken) soll Lyss entlasten, andere Nadelöhrs werden aufgehoben werden müssen.
Ich bin für naturnahe, sanfte Lösungen: Landwirtschaftsflächen sollten im Extremfall im ganzen Einzugsbereich des Lyssbachs grossflächig überflutet werden. Die dadurch verursachten kurzfristigen Schäden müssen den Bauern selbstverständlich grosszügig entschädigt werden. Aber das ist auch langfristig hundert mal billiger als harte technische Bauwerke. Und das nächste Hochwasser kommt bestimmt.
Top of Europe
Top of Europe gilt nur höhenmässig… in einigen anderen Bereichen gilt das leider für die Schweiz nicht (mehr). Wir sind auf dem Jungfraujoch, 3 571 m über Meer um etwas Übersicht zu gewinnen…
Wer stoppt endlich die fremdenfeindlichen Töne und Bilder der grössten Regierungspartei?
Vom Essen
Es muss auch einmal gesagt sein. Das Angebot in den Restaurants in der Schweiz ist wohl sehr teuer aber im allgemeinen vielfältiger, abwechslungsreicher, schöner präsentiert und oft besser als in vielen Restaurants Frankreichs. Hat sich die hochgelobte Cusine française wohl zu lange auf ihren Loorbeeren ausgeruht? Allerdings würde ich mir wünschen, dass auch in der Schweiz immer genügend Brunnenwasser ungefragt aufgetischt wird….
Stadtwanderung
Bern ist zur Zeit keine Augenweide sondern ein lärmiger Bauplatz. Nun ja, das wird bald vorüber sein. Das gilt auch für den gegenwärtig ziemlich aufgeregten Wahlkampf. Nicht zu übersehen in Inseraten und Plakaten, dass in der Schweiz nur die SVP mit der grossen Kelle anrichten kann. Der Miliardär von der Zürcher Goldküste versucht mit einer Millionenkampagne sein ramponiertes Image wieder aufzubessern. Mal sehen, ob sich die Schweiz einfach kaufen lässt….
Ich habe grüne KandidatInnen getroffen und mache hier zum Leidwesen von Dr. B. einwenig Gratiswerbung:
Franziska Teuscher
Christine Häsler
Kathy Hänni
Therese Frösch
Antonio Bauen
Dorothea Loosli
Max auf der Reise nach Afrika
Der Senderstorch Max hat am Morgen des 6. September 2007 (voriges Jahr am 9.9.2006) seinen Brutort in Tüfingen (D) verlassen und zog vorerst bis in den Kanton Aargau. Am folgenden Tag gelangte er übers Mittelland bis westlich von Lausanne. Am 8. September legte er eine Riesenetappe zurück: Er flog mit Rückenwind zuerst dem Rhonetal entlang und später über Nîmes fast 500 km weit bis nach Narbonne im südlichen Frankreich! Störche fliegen nur selten mehr als 400 km pro Tag. Bestimmt wird er in den nächsten Tagen quer durch Spanien und später wiederum nach Marokko ziehen.
Im Jahr 2007 hat Max nördlich des Bodensees zum sechsten Mal Junge erfolgreich aufgezogen. Die Störchin ist 1999 in Avenches (VD) geboren, schritt aber erst im Alter von 3 Jahren zum ersten Mal selber zur Brut. Sie hat bisher sämtliche Winter in Nordafrika verbracht.
Der Senderstorch Max setzte seine Reise fort. Am 9. September überquerte er die Pyrenäen und gelangte in die Gegend östlich von Lerida (E), wo er wohl infolge der schlechten Witterung während 24 Stunden blieb!
Die Reise von Max kann auf der Internetseite des Naturhistorischen Museums Freiburg verfolgt werden: Naturhistorisches Museum Freiburg
Dieser Schwan im Naturschutzgebiet Häftli bei Büren a.d. Aare ist (noch) nicht ausgewandert…..
















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