Dieses harmlose Gewässer….
… hat dieses Jahr dreimal zu dramatischen Überschwemmungen geführt. Der Lyssbach hat dadurch nationale Bekanntheit erlangt. Allein beim Hochwasser von ende August sind Kosten von 46 Millionen Franken entstanden. Die sichtbaren Schäden werden dringend repariert und vernarben langsam. Innerhalb der Gebäude wird aber noch lange saniert, getrocknet und umgebaut.
Aber im Einzugsbereich des Gewässers wird munter weitergebaut und damit Boden versiegelt. Der Lyssbach ist das Opfer der überbordenden Bautätigkeit in der Region:
Wohnbauten, Industrie- und Gewerbebauten, Autobahn, SBB-Doppelspur, Strassen und Plätze ….
Es sind bauliche Lösungen geplant um weitere Überschwemmungen zu verhindern: ein Hochwasserstollen (30-40 Millionen Franken) soll Lyss entlasten, andere Nadelöhrs werden aufgehoben werden müssen.
Ich bin für naturnahe, sanfte Lösungen: Landwirtschaftsflächen sollten im Extremfall im ganzen Einzugsbereich des Lyssbachs grossflächig überflutet werden. Die dadurch verursachten kurzfristigen Schäden müssen den Bauern selbstverständlich grosszügig entschädigt werden. Aber das ist auch langfristig hundert mal billiger als harte technische Bauwerke. Und das nächste Hochwasser kommt bestimmt.



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