AUSWANDERERBLOG

Lesung „Bauernland“

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Januar 23, 2007

Heute abend ist die Lesung in der Stadtbibliothek Burgdorf, und es ist (endlich) Schnee angesagt.

Als Einstimmung eine Leseprobe aus dem Kapitel Grossfamilie:

„Otti war nebenher Dirigent der grossen Dorfmusikgesellschaft, mein Vater der Präsident, so dass oft und viel über die Subergmusig geredet wurde. Wir berieten am Familientisch die neuen Uniformen des Musikvereins, Farbmuster wurden herumgereicht, Federn für den Hutschmuck begutachtet, Stoffe ausgewählt. Die fertige Uniform sah fantastisch aus und war für die damalige Zeit etwas ganz besonderes: schwarze Hosen mit einem breiten gelben Nahtstreifen, ein schwarzer Kittel mit gelben Zierschnüren und Epauletten, auf dem Hut steckte ein aufrechter schwarzgelber Federnbusch. Auf die Subergmusig mit ihren über fünfzig aktiven und noch viel mehr passiven Mitgliedern ist das Dorf heute noch zurecht stolz. Mein Bruder und ich waren in jungen Jahren auch eine Zeit lang fleissige Musikanten und übten täglich auf Zugposaune, Flügelhorn und Cornet. Zweimal wurde in unserer Gemeinde das seeländische Musikfest durchgeführt, für das ganze Dorf ein Riesenereignis, das die Dorfgemeinschaft gut ein halbes Jahr lang beschäftigte.“

Subergmusig

Das und noch viel mehr steht in Bauernland

Bio Schwand

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 22, 2007

Nach langem sind wir wiedereinmal zu Besuch auf der ehemaligen Landwirtschftlichen Schule Schwand in Münsingen. Die gut ausgebaute Landwirtschaftsschule wurde vor einigen Jahren geschlossen und die meisten Aktivitäten auf andere Standorte verschoben.
Seither sind verschiedene neue Konzepte bereits im Anfangsstadium gescheitert (Private Universität, Golfplatz, Forschungsanstalt usw.).

Jetzt wächst auf der ehemaligen Landwirtschaftsschule eine neue Idee: die Idee Bio Schwand.

Bio Schwand soll den Biolandbau von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Handel mit biologischen Lebensmitteln sicht- und erlebbar machen.
Und das für Konsumenten, für Interessierte, für Kinder und für Forscher, wie die Initianten betonen.

Der zugehörige Landwirtschaftsbetrieb (55 ha) soll neu verpachtet werden. Sämtliche Gebäulichkeiten wurden (im Baurecht) an eine sozial und oekologisch orientierte Pensionskasse verkauft (Rudolf Steiner Schulen?, gerüchteweise für rund 7 Mio sfr).

Ich bin gespannt, ob das neue Projekt funktioniert!

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Frankreich ist Weltmeisterin

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Januar 21, 2007

Frankreich ist Weltmeisterin… im Kinderkriegen.
1.94 Kinder pro Frau werden in Frankreich geboren, gegenüber nur 1.42 Kinder pro Frau in der Schweiz. Damit ist Frankreich an der Spitze aller europäischen Staaten!

Wichtigste Voraussetzung des Kindersegens sind die zahlreichen staatlichen und privaten Förderungen, die es den berufstätigen Französinnen – das sind 80 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren – ermöglichen, den Kinderwunsch mit Karriere zu verbinden. Sie reichen vom Mutterschafts- und Elternurlaub über die Beihilfen für die Behütung der Babys und die Kinderkrippen bis zur «école maternelle», dem kostenlosen Kindergarten ab zwei Jahren, und der Ganztagsschule.

Und wann gibt es in der Schweiz endlich flächendeckend Ganztagesschulen?

Topographie

Posted in Diverses by ruedibaumann on Januar 20, 2007

Bei der Fahrt quer durch Frankreich wird einem bewusst wie gebirgig das Land ist. Agrarische Gunstlagen mit ebenen, tiefgründigen Böden sind auch im „Hexagone“ nur beschränkt vorhanden. Trotzdem ist la Grande Nation ein bedeutender Agrarexporteur.

Topographie France

Noch mehr Wissenswertes de la France

La belle voisine

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Januar 19, 2007

La belle voisine
Zeitgenössisches Schweizer Kulturschaffen in Lyon und der Region Rhône-Alpes

Unter dem Titel «La belle voisine» präsentiert sich das zeitgenössische schweizerische Schaffen in allen seinen Formen in Lyon und der Region Rhône-Alpes. Die kulturellen Institutionen dieser französischen Region werden die Schweizer Künstler während einer Veranstaltung oder einer Ausstellung vom 12. Januar bis 31. März 2007 empfangen.

«La belle voisine» ist ein spartenübergreifendes Programm, das von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Präsenz Schweiz und dem Schweizer Generalkonsulat in Lyon in Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft in Paris ins Leben gerufen wurde. Das Patronat haben die Stadt Lyon, die Region Rhône-Alpes und andere Partner übernommen.

Ziel von «La belle voisine» ist es, den Austausch zwischen Institutionen und Kulturschaffenden der Schweiz und der Region Rhône-Alpes nachhaltig zu fördern. Diese Beziehungen werden mit Unterstützung der französischen Botschaft in der Schweiz das ganze Jahr 2007 hindurch und bis 2008 weitergeführt werden, wobei Künstler der Region Rhône-Alpes in der Schweiz zu Gast sein werden.

Soweit der verheissungsvolle Text im Internet. Wir haben uns nun zwei Tage in Lyon umgesehen und waren neugierig auf „la belle voisine“…. Leider haben wir davon nichts, aber auch gar nichts gefunden! Kein Plakat, kein Hinweis in der Tagespresse, nichts im Tourismusbüro, keine Flyer im Hotel. Wir fragen uns besorgt, ob wohl die Veranstaltungen wegen der leidigen Steuergeschichte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen?!

Ich habe in der Zwischenzeit vom Direktor von Pro Helvetia, Pius Knüsel, folgenden Email-Text erhalten:

guten tag herr baumann

danke für ihre rückmeldung. sehr interessant!
eben war ich auch in lyon.
es gibt:
– grosse beleuchtete drehplakate (bewegliche)
– plakatwände an den autobahneinfahrten
– eine 12seitige sonderbeilage in lyons grösster tageszeitung
– sonderdrucke des programms in verschiedenen auflagen, formen, grössen, je nach institution,
– diverse radiointerviews, dito in der zeitung.
am 17.1. war eröffnung in der maison de la danse, ausverkauft. dieselbe vorstellung für den 18.1. und den 19.1. war ebenfalls ausverkauft.
etwas klappt schon.
aber flächendeckend dauerhaft, das kann sich niemand leisten.
auf http://www.labellevoisine.fr ist alles drauf.

klingt das besser?
beste grüsse
pius knüsel

Lyon

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 18, 2007

Die Altstadt Lyons wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Lyon ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche – Bischofssitz ist die Kathedrale Saint-Jean in der Altstadt. Markanter ist jedoch die Basilika Notre-Dame de Fourvière, die, 1871 auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet, die gesamte Stadt überragt.
Die Lyoner Gastronomie genießt einen exquisiten Ruf: Die gepriesene Vielfalt der traditionellen Küche findet in der seltenen Kombination aus Alpen-Nähe und schiffbaren Zugang zum Mittelmeer ihren Ursprung. Nördlich und südlich der Stadt schließen sich die Weinanbaugebiete Beaujolais bzw. Côtes du Rhône an. Historisch ist die Stadt eng mit den canuts, den Seidenwebern, verknüpft, deren Handwerk während der industriellen Revolution die treibende Wirtschaftskraft war. Darüberhinaus ist Lyon als Stadt des Lichtes bekannt, dem zu Ehren jährlich am 8. Dezember die Fête des Lumières gefeiert wird.

Lyon (Wikipedia)

Weil Lyon an unserer Reiseroute in die Schweiz liegt, haben wir uns heute Zeit genommen, der interessanten Stadt endlich einmal einen Besuch abzustatten. Mehr über Lyon auf Wikipedia.

Das Jahr der Wahlen

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 17, 2007

„Wenn in der Schweiz die gleichen Vorschriften gelten würden wie in Frankreich, wären wohl einige bürgerliche Politiker nicht nur nicht mehr wählbar, sondern hinter Schloss und Riegel.“

….das steht in unserer neuen Kolumne auf swisssinfo. Warum, das erklären wir hier.

Lesung

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Januar 16, 2007

Nächste Woche sind wir wieder mal in der alten Heimat. Gute Gelegenheit alte Freunde zu treffen und neue Pläne zu schmieden….

Lesung in der Stadtbibliothek Burgdorf

Und hier noch den Link zu meinem Buch „Bauernland“

Finanzaristokratie-Paradies

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 15, 2007

Der streitbare französische Abgeordnete und wichtiger Mitstreiter von Ségolène Royal um die Präsidentschaft, Arnaud Montebourg, hat wieder einmal zugeschlagen! Mit starken, vielbeachteten Worten hat er die Schweizerische Steuerpolitik angeprangert.
Der Royal-Sprecher erwähnte beispielsweise den Kanton Obwalden, der seine Steuern stark gesenkt hat, und sagte der Schweiz einen ruinösen Steuerwettbewerb voraus.
Das Paradies der Finanzaristokratie werde zur Hölle für die arbeitende Bevölkerung.
Auf seine frühere Kritik an der Geldwäschereibekämpfung der Schweiz angesprochen, sagte Montebourg, das Problem der Geldwäscherei sei in den Steuerparadiesen noch immer nicht geregelt. Bei allen internationalen Korruptionsfällen stosse man immer auf die Gleichen, darunter die Schweiz.

Nicht gerade schmeichelhafte Worte für unser Land! Aber Hand aufs Herz, wir wissen es alle seit Jahren, das Schweizerische Bankgeheimnis, die Steuerabkommen mit den reichen Ausländern, die Steuerdegression für Superreiche sind kein Ruhmesblat für unser Land. Da helfen weder Pro-Helvetia-Millionen, noch Präsenz-Schweiz-Aktionen und auch keine Dritte-Welt-Spenden: die Schweiz gilt im Ausland (nicht nur in Frankreich) als Hort für Steuerflüchtlinge aller Art!
In einer globalisierten Welt werden Nationen, die sich auf Kosten anderer bereichern zunehmend isoliert und kritisiert. Hat unser Land das wirklich nötig?

Hofzufahrt

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 14, 2007

Die Eichenallee unserer Hofzufahrt lässt (zumindest bei mir Naturfanatiker) jedesmal das Herz höher schlagen…

Hofzufahrt

Hofausfahrt