La Tour de Lagouarde
Der Turm von Lagouarde thront majestätisch auf dem nächsten Hügelzug östlich von unserem Hof.
Wir haben dieses Baudenkmal aus dem 13ten Jahrhundert tagtäglich in unserem Blickfeld, seis vom Küchenfenster oder von den Feldern aus. Turm sei eigentlich eine falsche Bezeichnung, heisst es im Buch „Histoire de Saramon et de son Canton“, es sei vielmehr ein „donjon“ (Wohnturm) eines ehemaligen Schlosses. Zwischen dem château de Lamaguère und jenem von Castelnau-Barbarens sei Lagouarde eine zusätzliche Befestigung gewesen, um das Tal des Arrats in nord-südlicher Richtung zu überwachen. Leider nagt der Zahn der Zeit an dem bemerkenswerten Baudenkmal unablässig weiter und es wären dringend Unterhaltsarbeiten notwendig, um die Ruine, wichtiger Bestandteil des patrimoine gersois, zu erhalten.
Link Wikipedia „donjon“ http://de.wikipedia.org/wiki/Donjon
GPS-Kontrolle
Gestern haben zwei Agronominnen von Toulouse bei uns mittels GPS, Satelliten- und Flugaufnahmen sämtliche Ackerparzellen, Hecken. Grünstreifen, Brachflächen und Weiden neu vermessen. Mit GPS-Geräten wurden sämtliche Parzellengrenzen abgeschritten und anschliessend direkt auf dem Labtop ausgewertet. Die genaue Flächenbestimmung der einzelnen Kultur- und Heckenflächen ist auf unserem Hof, wo es keine geraden Parzellengrenzen gibt, ohne das GPS-Satellitensystem fast nicht möglich. Im Vergleich zu den früheren Katasterwerten gab es für die Gesamtfläche (70.13 ha) keine Abweichungen. Bei der internen Aufteilung der einzelnen Flächenkategorien allerdings schon (+- 5%).
Da soll noch jemand sagen, die agronomischen Kontrollen für die hohen EU-Landwirtschafts-Subventionen würden nicht funktionieren! Jede einzelne Kulturfläche ist mittels Satellitenueberwachung auf 50 cm Genauigkeit erfassbar. Da GPS-Geräte inzwischen auch in Mähdreschern und Traktoren installiert sind, lassen technikgläubige Landwirte inzwischen beispielsweise den Düngeraustrag mittels GPS steuern.
Da wo sich Hasen und Rehe gute Nacht sagen…
Begegnung am frühen Morgen. Wenn die lieben Bambys doch nur unsere Krautstiele, Tomaten und Reben in Ruhe lassen würden…
Clin d’œil
Im Carrefour, im nahe gelegenen Departementshauptort Auch, da wo wir hin und wieder unsere Einkäufe tätigen, da gibt es in der Buchabteilung einen Stand mit den Bestsellern der letzten Wochen.
Kaum ist mein chef-d’œuvre im Verkauf und schon ist das Meisterwerk zu oberst in der Hitliste.. 😉
😉
Wer hätte das gedacht ;-?
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C’est le nombre de romans à découvrir à la rentrée littéraire, marquée également par un grand nombre d’ouvrages sur la présidentielle de 2007.
Neutrale Geschäftemacher?
Angesichts des Elends im Libanon ist die Haltung der Mehrheit des schweizerischen Bundesrates unverständlich, ja beschämend. Hört endlich mit diesem archivierten Neutralitätsbegriff auf! Wenn die Menschenrechte mit Füssen getreten werden darf man nicht schweigen. Frankreich macht es besser!
Alois Ricklin spricht mir mit seiner Stellungnahme in der heutigen NZZ am Sonntag aus dem Herzen:
„Wenn nicht nur «Terroristen» angegriffen werden, sondern die Zivilbevölkerung, wenn Wohnhäuser, Strassen, Brücken, Kraftwerke, Öltanks, Industrieanlagen, Meer- und Flughäfen, kurz: die zivile Infrastruktur eines Landes weiträumig in Schutt und Asche gelegt und die Meeresküsten von Libanon bis Syrien verseucht werden, wenn Hunderttausende (jeder vierte Libanese) in die Flucht getrieben, Zehntausende obdachlos, Tausende verletzt und Hunderte getötet werden, Zivilpersonen grossmehrheitlich: Männer, Frauen, Kinder, auch Alte, Kranke, Gebrechliche und Behinderte, dann braucht es kein ausgeklügeltes juristisches Gutachten: Es findet offensichtlich ein zwischenstaatlicher Krieg statt. Oder ist der Krieg eines von den USA unterstützten, hochgerüsteten Staates kein zwischenstaatlicher Krieg, weil das angegriffene Land fast wehrlos ist und die eindeutig unterlegene eigene Armee nicht in einen aussichtslosen Kampf befiehlt?“
Jetzt erhältlich!
Ab heute Samstag in ihrer Buchhandlung erhältlich:
Ich habe die Entwicklung der Landwirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln mitverfolgen können: als Bauernbub, Lehrling, Agronom, Landwirtschaftsbeamter, Politiker und als selbständiger Landwirt in der Schweiz und nun in Frankreich. Es ist nicht ein hervorragendes Leben, das ich hier erzähle, wohl aber ein typisch untypisches. Ich sehe meinen Rückblick vor allem als kleines Zeitdokument, als Schilderung der täglichen Bauernarbeit vor dem Hintergrund der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen.
Ruedi Baumann
Bauernland
Mein Leben
Juli 2006
144 Seiten
Paperback
CHF 27,20 / EURO 14,90
ISBN: 3-312-00376-8
Ferme auberge du Hillan
„Laut Bundesrat Schmid wurde gestern die weltoffene, die sachliche, die freiwillige, die patriotische, die stille, die engagierte Schweiz gefeiert. Wir, die Weltoffenen, Sachlichen, Patriotischen, Stillen, Engagierten, hören das gern. Allerdings gehören auch die anderen zum grossen nationalen Wir. Wir sind deshalb auch engstirnig, unsachlich, prahlerisch. Wir sind rechtsextrem und latent antisemitisch. Dies ist das Problem mit der Nation und dem grossen schweizerischen Wir: Extremismus in jeder Form mag unschweizerisch sein. Aber er lässt sich nicht ausgrenzen und kaum abgrenzen, da die Übergänge fliessend sind.“
Kommentar aus „Der Bund“
Link
Wir haben den 1. August mit einem vorzüglichen Menu campagnard auf der Ferme auberge du Hillan in Clermont-Pouyguillès (Gers) gefeiert:
Soupe Paysanne
Assiette Gasconne ou
Assiette au Chèvre Chaud ou
Salade Gourmande
Brochette ou
Confit ou
Magrets Grillés
Légumes
Desserts Maison
Ile flottante
Vin Saint Mont Carafe
Café
19.00 €uros
Anne-Marie Dupouey vous convie à venir déguster une cuisine typiquement gersoise.
Ich kann nur sagen: köstlich!
Nationalfeiertag
Keine Angst, keine 1. Augustansprache, aber ein Jubiläum: seit genau fünf Jahren habe ich heute Wohnsitz in der EU! Höchste Zeit mich einzubürgern. Verzögert wird meine Einbürgerung seit drei Wochen nur durch das …. Eidg. Justiz und Polizeidepartement!
Für meine Naturalisation brauche ich einen Auszug aus dem Strafregister des Heimatlandes. Offenbar hat das Departement Blocher die Administration seines zentralen Strafregisters inzwischen aber so ausgedünnt, dass selbst lapidare Auszüge endlos lange brauchen…..
Nun gut, ein paar Tage habe ich noch Geduld, aber schliesslich möchte ich bei den Präsidentschaftswahlen nächsten Jahres mitbestimmen können. Hoffentlich ist die vielbescholtene, zentralisierte französische Administration effizienter bei der Behandlung meines Gesuches!
Affaire à suivre!











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