Zuckerrüben
Während Generationen haben wir auf der Inselmatt Zucker- und Runkelrüben angebaut. Das war bis zu meiner Zeit harte Handarbeit: Saat, vereinzeln, jäten, Laub schneiden, graben, putzen, aufladen, zwischenlagern, auf Bahnwagen verladen…. alles von Hand, wochenlanger Einsatz der ganzen Grossfamilie!
Später setzten wir mehr und mehr einfache Maschinen ein (pferdegezogener Köpfschlitten, Vorratsroder, Förderband… usw.).
Jetzt ist das alles industrialisiert und mechanisiert: Saat monogerm, Pflanzenschutz, Ernte mit Vollernter, Transport in die Zuckerraffinierie nach Aarberg… ein hochspezialisiertes „Kinderspiel“ mit Riesenmaschinen und entsprechendem Kapitaleinsatz! Ein grosses Zuckerrübenfeld ist innert wenigen Stunden im Einmannbetrieb abgeerntet!
Die Zeit heilt Wunden
Im „Gärbi-Ischlag“ in Grossaffoltern bewirtschaften wir seit Generationen eine steile aber schön glegene Waldparzelle mit Panoramablick über das Dorf auf die Berner Alpen (Eiger, Mönch und Jungfrau)…
Am 26. Dezember 1999 hat der Orkan Lothar das ganze Waldstück fast total zerstört…
..alles war am Boden, alte Buchen, Fichten, Tannen…
Wir haben uns damals entschieden, einen Teil nicht zu räumen und auf Naturverjüngung zu setzen.
Am Anfang war das ein strubes Bild: unzugänglicher, mit Dornen überwucherter Urwald machte sich breit.
Aber jetzt, zehn Jahre später hat sich der Wald prachtvoll verjüngt. Vor allem junges Laubholz, Eschen, Buchen und Ahorn spriessen um die Wette!
Die Moral der Geschichte: Zeit heilt Wunden oder die Natur ist stärker!
Wilde Reben
Dank der begrünten Fassade ist selbst der Kuhstall auf dem Biohof Inselmatt im Laufe der Zeit zu einem Blickfang geworden. Die wilden Reben ranken sich inzwischen ums halbe Haus und präsentieren sich im Herbst in bunten Farben. Wir haben mit der Begrünung 1995 begonnen, weil uns damals die politschen Gegner die Hausfassaden mit dummen Sprüchen und Abstimmungsparolen verschmiert haben!
Zauberlehrlinge auf dem Milchmarkt
In der Schweiz wurde die staatliche Milchkontingentierung aufgehoben. Seither gibt es wieder Milchseen und Butterberge und als Folge davon sinkende Produzentenpreise. Jetzt verlangen SVP- und sogar Grüne-(!)Nationalräte vom Bundesrat in einer Motion, die Milchkontingentierung soll auf Milchverbandsebene wieder eingeführt werden.
Die Ironie der Geschichte ist, dass ausgerechnet die Leute, die vom Bundesrat nun wieder gesetzliche Grundlagen zur Produktionsbeschränkung verlangen, selber schon seit bald Generationen zu den grössten Milchproduzenten gehören!
Aber lesen Sie selbt: Adi’s Agro Blog: Die Chefbremser
So lange es nicht gelingt, die Direktzahlungen für Grossbauern zu plafonieren, so lange wird man auch die sektorielle Überschussproblematik nicht in den Griff bekommen! Die Kleinbauerninitiative lässt grüssen…
Vide grenier
Berner Bauernhäuser haben riesige Estriche, die früher, als es noch keine Mähdrescher gab, zur Getreidelagerung gebraucht wurden. Seither dienen sie oft als Stauraum für alles was nicht mehr gebraucht wird. In unserem Estrich lagern inzwischen Kostbarkeiten und Ramsch von Generationen die niemand mehr will. Genug für einen richtigen Flohmarkt, einen „Vide grenier“ à la française…
Ausländerstimmrecht
Als Auslandschweizer interessiert es uns, wie die Schweiz mit ihren Ausländern umgeht. Die Abstimmungen im Kanton Bern und Basel Stadt haben einmal mehr gezeigt, wie ängstlich hierzulande Fragen rund um das Ausländerstimmrecht angegangen werden.
Die Initiative im Kanton Bern hatte es den Gemeinden ermöglichen wollen, Ausländern, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz und seit fünf Jahren im Kanton wohnen, das Stimmrecht auf kommunaler Ebene einzuräumen. Jede Gemeinde hätte selber entscheiden können, ob sie das Ausländerstimmrecht einführen will oder nicht.
Leider hat das Bernervolk die Initiative (einmal mehr) deutlich abgelhnt. Tröstlich ist, dass zumindest die Stadt Bern knapp ja gesagt hat.
Zum Vergleich: Im EU-Raum wird das Stimmrecht auf Gemeindeebne viel grosszügiger gehandhabt. Wir wurden beispielsweise nach fünf Jahren Aufenhaltsdauer problemlos eingebürgert und sind seither Français et Française und damit als EU-Bürger stimm- und wahlberechtigt in der ganzen Europäischen Union!
Schade dass die bürgerlichen Parteien in der Schweiz immer noch nicht begriffen haben, dass das Ausländerstimmrecht ein gutes Mittel ist, die Integration zu fördern!
Berlin zum Letzten (vorläufig)
Kulinarisches…
Raucher und Raucherinnen haben es zunehmend schwer…
Künstlerisches…
Wir lassen noch einen Koffer in Berlin…
Berlin zum Dritten
Bauen im Grundwasser (beim Hauptbahnhof)
Marktabräumung in Neuköln
Am Landwehrkanal in Kreuzberg
Schloss Charlottenburg

































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