AUSWANDERERBLOG

Teich-Unterhalt

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 2, 2014

Unsere drei kleinen Teiche müssen von Zeit zu Zeit neu ausgehoben werden, damit sie nicht total verlanden. Zugegeben, das sieht im Moment nicht sehr schön aus, ist aber ist offensichtlich unumgänglich. Wetten, dass sich das Biotop schon in wenigen Monaten erholt hat…

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Weitere Details zu unserem Teich-Management https://auswandererblog.ch/?s=Teich

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Teiche

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Juni 27, 2014

In Frankreich werden Teiche und Feuchtgebiete in der Agrarlandschaft (zum Glück) rigoros geschützt. Auf unserem Hof gibt es drei kleinere Teiche wobei zwei davon in den Sommermonaten regelmässig austrocknen. Biologinnen einer speziellen departementalen Organisation (ADASEA) kontrollieren sporadisch, ob die staatlichen Empfehlungen (regelmässiger Aushub um die Verlandung zu vermeiden, Pufferzonen, Wasserqualität) denn auch eingehalten werden. Die detaillierten Erhebungen über Fauna und Flora soll zeigen, ob die Biodiversität aufrecht erhalten werden kann.

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Biologinnen an der Arbeit.

Teiche – Mares

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 25, 2009

Zwei Techniker von der ADASEA haben uns heute beraten, wie mit den Feuchtgebieten und kleinen Teichen auf unserem Hof umzugehen ist. Leider werden auch hier immer noch kleine Tümpel aufgefüllt und als Bewirtschaftungshindernis weggeräumt. Wir haben drei Teiche auf unserem Hof, die wir selbstverständlich im Interesse einer vielseitigen Flora und Fauna erhalten wollen. Damit sie nicht verlanden, müssen wir von Zeit zu Zeit das Schilf entfernen.

Les mares: un potentiel écologique et économique…
un écosystème original crée par l’homme…
élément remarquable du patrimoine local…
au multiples fonctions…
mais fragile et menacé!

Waldwanderung mit Freunden

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on November 27, 2020

Eine Waldwanderung im Bernbiet hat auch in dieser nebligen Zeit seinen Reiz. Hier im Stärneriedwald der Gemeinde Grossaffoltern.

Engagierte Waldbewirtschafter sorgen mit viel Aufwand dafür, dass sogenannte Zukunftsbäume schön gerade aufwachsen (!)
Und hier noch eine Perle im Burgerwald: der neu angelegte Teich wurde mit dem Restkapital einer aufgelösten politischen Partei finanziert (Forum Grossaffoltern 2017). Naturschutz vom Feinsten!

Flurbegehung nach der Rückkehr

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Dezember 23, 2019

Es ist jeweils sehr spannend, nach mehrwöchiger Abwesenheit von unserer Ferme in SW-Frankreich, zu entdecken, wie sich die Kulturen entwickelt haben. Einiges können wir jeweils über Internet verfolgen: zum Beispiel sind die Tageserträge der Photovoltaikanlage ein genaues Abbild der jeweiligen Sonnenscheindauer.

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Die Mitte Oktober gesäte Bohnen/Hafer Mischung hat sich sehr gut entwickelt. Trotz der hohen Niederschläge (über 50 mm in den letzten vier Wochen) sind keine Erosionsschäden entstanden.

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Alle Teiche sind randvoll!

Wegen dem aufgeweichten Boden hat der heftige Sturm in der letzten Woche eine Eiche und eine Pappel samt Wurzelteller umgestürzt. Holzerarbeit steht an!

Aber im Grossen und Ganzen ist alles ok! Morgen soll es 17 °C werden, schon bald Frühling …?

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PSE Payement pour Service Environnementaux

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on November 6, 2019

Frei übersetzt etwa „Zahlungen für Umweltleistungen“. Gestern wurden die Bauern unserer Region an einer Informationsveranstaltung darüber informiert, dass wir uns als Testregion an der Neuausrichtung der bisherigen Direktzahlungen beteiligen können. Schlussendlich geht es darum, dass die bisherige europäische Agrarpolitik zu „begrünen“!

Vorgesehen ist ein neues Beurteilungssystem, dass die Umweltleistungen jedes einzelnen Bauernbetriebes mit einem ziemlich komplizierten Punktesystems bewertet werden sollen. Unter die Umweltleistungen fallen beispielsweise Indikatoren wie Naturwiesen, Biodiversität, Extensivierung, Düngereinsatz, Pestizidverzicht, Hecken, Teiche, Feuchtwiesen, Wäldchen, Feldbäume usw.

Die Formel für die Oekozahlung sieht schlussendlich wie folgt aus:

Punktzahl (max. 30)  x  5€  x  Anzahl Hektaren    =  Resultat in Euros

Für uns beispielsweise (wenn wir die max. Punktzahl erreichen würden):

30  x  5  x 70     =  10500 €

Damit nicht Grossbetriebe ungerechtfertigterweise zu stark begünstigt werden, wird der maximale Beitrag pro Betrieb und Jahr auf  6666 € beschränkt.

Ich finde das grundsätzlich eine guten, neuen Ansatz. Das wäre doch auch etwas für die Schweiz!

 

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Telepac

Posted in Politik by ruedibaumann on April 8, 2016

Auch EU-Bauern erhalten Direktzahlungen (pac: politique agraire commune). Allerdings sind diese etwa 10 mal geringer als in der Schweiz. Dafür werden die Plangrundlagen immer genauer. In diesem Jahr haben die zuständigen Beamten sich noch etwas neues einfallen lassen. Sämtliche Flugaufnahmen wurden akribisch gesichtet und jeder Strauch, jeder Baum, jede Hecke, jeder Teich, jeder Steinhaufen… ja jede Heu- oder Strohballe wurde auf den Plangrundlagen festgehalten.

Es wird gemunkelt, Frankreich habe diese Monsterarbeit nach Indien ausgelagert!?

Jeder einzelne Bauer ist nun aufgefordert, auf seiner Telepac-Deklaration diese Landschaftsobjekte zu verifizieren und zu klassieren. Anders als in der Schweiz gibt es für Einzelbäume usw. kein Geld, vielmehr werden die betroffenen Flächen je nach dem nicht mehr als landwirtschaftliche Nutzfläche (SAU: surface agricole utile) anerkannt… Das (Bauern-)Leben ist kompliziert geworden!

Übrigens: für unseren 70 Hektaren grossen Ackerbau-Biobetrieb erhielten wir letztes Jahr insgesamt 9’805 € Direktzahlungen.

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Vom Brutverhalten der Stockenten…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 18, 2015

Gestern zufällig entdeckt…

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… beim Unterhalt unserer Teiche…

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Jetzt müssen wir uns allerdings wahrscheinlich noch einige Zeit gedulden http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/stockenten-brutverhalten.html

Natürlich dürfen wir den weiteren Verlauf nur von weitem beobachten um die Enten-Eltern nicht zu verunsichern!

Limpachtal

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 14, 2015

Für mich ist das Limpachtal zwischen dem bernischen Scheunenberg und dem solothurnischen Kräiligen eines der schönsten Landwirtschaftsgebiete der Schweiz. Wohlverstanden, es ist eine Kulturlandschaft, geprägt durch die Melioration in den Jahren 1939 bis 1951. Schöne Bauerndörfer, gute Ackerböden, (noch) wenig zersiedelt, keine Industrie, nur Kleingewerbe… eine Augenweide für einen Ackerbauern wie mich…

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Klar, der Lipachkanal zur Entwässerung wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts  mit einem Lineal in die Landschaft gelegt, wie man das heute glücklicherweise nicht mehr machen würde…

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Heute würde man dem Gewässer mehr Raum gewähren und die ökologische Vernetzung stärker gewichten…

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Das intensive Ackerbaugebiet hat auch zur Folge, dass der Limpachkanal heute (wie übrigens die meisten Gewässer in der Schweiz) stark mit Pestiziden belastet ist…

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„Eine neue Studie zeigt: Schweizer Flüsse sind herber verschmutzt als bisher angenommen. Auch im Limpach gibt es einen wahren Pestizidcocktail. In Proben wurden 38 Herbizide, 22 Fungizide und 9 Insektizide gefunden…“

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Ironie der Geschichte: Renaturiert wird der Ackerboden heute durch die Gestaltung eines grossen Golfplatzes mit Greens und Teichen und Hecken und Bäumen… und grossem Parkplatz für die teuren Offroader…

Von der Agrargesellschaft zur Freizeitgesellschaft….

 

 

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Direktzahlungen nach Schweizerart

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Dezember 15, 2014

Die Online-Formulare der „neuen“ Agrarpolitik in der Schweiz ermöglichen es allen Landwirten, ihren „Bundeslohn“ im voraus zu berechnen. Da ist es für uns natürlich verlockend, auszurechnen, wieviel Direktzahlungen wir erhalten würden, wenn unser Hof diesseits der Grenze wäre…

Die Basisdaten unserer Ferme in Frankreich lauten wie folgt:

Landwirtschaftliche Nutzfläche 70 ha, davon

Getreide 25 ha, Luzerne 20 ha, Blumenwiesen 15 ha, Hecken, Waldweide 10 ha

3 Teiche mit Pufferzonen, 2 Bachläufe 4 km, 24 Nussbäume, 10 markante Einzelbäume (Eichen)

Die Berechnung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen nach Schweizerart ergibt folgende Resultate (in Schweizerfranken):

Versorgungssicherheitsbeiträge              50’500

Biodiversitätsbeiträge                            120’000

Landschaftsqualitätsbeiträge                  28’300

Produktionssystembeiträge                     39’000

Übergangsbeitrag                                   80’250

Total Direktzahlungen und Beiträge 2014              318’050

Über die sogenannten Standartarbeitskräfte (SAK) wird der Direktzahlungsbeitrag pro theoretisch erforderlichen Arbeitskraft auf 70’000 sfr. reduziert. Für unseren Betrieb rechnet das Programm mit 3.13 Standartarbeitskräften. Daraus würde sich ein minimaler Direktzahlungsbeitrag von 219’100 sfr. ergeben. Allerdings wären auch weitere „Optimierungen“ gegen oben mit Kulturlandschafts- und Hangbeiträgen möglich.

Zum Vergleich: In Frankreich erhalten wir umgerechnet 11’760 sfr. Direktzahlungen. Ich bewirtschafte den Betrieb allein, also mit etwas weniger als einer Arbeitskraft….

Jetzt weiss ich, warum die (grossen) Schweizer Bauern um nichts in der Welt in die EU wollen!

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