AUSWANDERERBLOG

Kurt one year anniversary

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on September 17, 2022

One year ago today Kurt left us for Mars. We miss him.

https://auswandererblog.ch/?s=Kurt

Mein Bruder Kurt 1946-2021

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on März 18, 2022

Liebe Freunde

Mami hat die Zoom-Gedenkveranstaltung für Kurt vom 12. März 2022 aufgezeichnet und aus Kapazitätsgründen in einen youtube-Beitrag umgewandelt. Mit dem Link könnt ihr Kurt’s Memorial anschauen:

Seit dem Jahr 2000 hat Kurt seine Weltreisen mit Mami jährlich aufgezeichnet.

Auf Kurts Homepage sind nach wie vor seine Diashows abrufbar: So wie er die Welt sah:

http://artware-software.com/2020/

Auf meinem Blog sind diverse Fotos und Berichte aus Kurts Leben festgehalten:

https://auswandererblog.ch/?s=Kurt

Ich danke herzlich, auch im Namen der ganzen Swiss-family für die zahlreichen Zuschriften und Zeichen der Anteilnahme.

Kurt bleibt in guter Erinnerung!

Mein Bruder Kurt 1946-2021

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on November 1, 2021

Mein Bruder Kurt ist im September dieses Jahres plötzlich und völlig unerwartet in New York verstorben. Vor 42 Jahren ist er nach Manhattan NYC ausgewandert und hat seither dort gelebt und gearbeitet. Er hat uns in dieser Zeit hin und wieder in der Schweiz und in Frankreich besucht. Ebenso waren wir und viele seiner Freunde ein- oder mehrmals bei ihm in New York zu Gast.

Sein letzter Schweizbesuch fand im August 2019 statt. Er hat diesen Besuch in der unten stehenden Diaschau festgehalten. Ein aktueller Rückblick auf seine Herkunft, Freunde, Familie, Geburtshaus und frühere Wirkungsstätten.

http://www.artware-software.com/2019/switzerland.html

Kurt Baumann 1946-2021

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on September 21, 2021


Wir müssen euch die traurige Mitteilung machen, dass mein Bruder Kurt letzten Freitag in New York völlig unerwartet und plötzlich verstorben ist. Nur Tage vorher erhielt er eine vernichtende Pankreaskrebsdiagnose.

Kurt hat seit 2001 umfangreiche Fotodokumentationen von seinen zahlreichen Reisen rund um den Globus auf dem Netz publiziert. Hier der Hinweis auf die entsprechende Internetadresse: artware-software.com  Darin sind viele Bilder von New York, seinen Weltreisen mit Mami Nonoguchi und seiner Computerkunst enthalten.

Wir sind alle sehr traurig.

My brother Kurt

Posted in Diverses by ruedibaumann on November 6, 2008

Das Bildertagebuch (seit dem Jahr 2000) meines Bruders Kurt (jetzt in in Kyoto)

hier!

Kyoto 08, Foto Kurt Baumann

Wie ein Auswanderer 2019 die Welt sieht…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Januar 13, 2020

http://artware-software.com/2019/

Aufnahmen von meinem Bruder Kurt Baumann, der seit mehr als 40 Jahren in Manhatten, New York, lebt.

 

Berlin, August 2018

Posted in Patrimoine et architectures, Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 4, 2018

62 Aufnahmen aus Berlin http://artware-software.com/2018/berlin.html

Kurt Baumann

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Gossenreiter

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on November 23, 2015

Liebe Familie

Hier ein bisschen Werbung für unseren nächsten Filmbringerfilm:

Der Dokumentarfilm GOSSENREITER von Marcel Wyss ist ein stimmungsvolles Porträt des verstorbenen Berner Architekten, Erfinders und Abenteurers Kurt Moritz Gossenreiter.
Kinostart ist am 3. Dezember im wunderschönen neuen Kino REX in Bern (dort solltet ihr sowieso regelmässig hingehen ;-).

Trailer: https://vimeo.com/lomotion/review/131209867/ab2ed25d92
Website: http://www.gossenreiter-film.ch
http://www.filmbringer.ch

Kino-Spieldaten für die erste Woche:

Donnerstag, 3. Dezember: 18.30 Uhr
Freitag, 4. Dezember: 20.00 Uhr, Premiere mit anschliessender Buchvernissage, in Anwesenheit des Regisseurs
Samstag, 5. Dezember: 11.30 Uhr und 18.30 Uhr
Sonntag, 6. Dezember: 11.30 Uhr
Montag, 7. Dezember: 18.30 Uhr
Dienstag, 8. Dezember: 18.30 Uhr
Mittwoch, 9. Dezember: 18.30 Uhr

Hier Tickets reservieren: http://www.rexbern.ch/filme/gossenreiter/

Zeitgleich zum Kinostart geben wir das vergriffene Buch zu Kurt Moritz Gossenreiter in einer zweiten Auflage inkl. DVD des Films neu heraus:

Einblick ins Buch: http://www.lesgraphistes.ch/kurt-gossenreiter/
Vorbestellungen: http://www.filmbringer.ch/index.php?id=85&film=83&film=83

Es würde mich freuen, wenn ihr euch den Film im Kino anschaut! Wenn ihr an die Premiere vom 4. Dezember kommen möchtet (würde mich natürlich freuen, euch dort zu sehen!), dann müsst ihr schnell
Tickets reservieren, da an diesem Abend bereits viele Leute auf der Gästeliste sind und das Kino wohl schnell ausverkauft ist…

Herzlich,

Kathrin
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Kathrin Gschwend
Geschäftsführung

Filmbringer Distribution AG
Weyermannsstrasse 28
CH-3008 Bern
Switzerland

T +41 (0)31 555 19 00 (Zentrale)
T +41 (0)31 555 19 03 (direkt)

kathrin@filmbringer.ch
http://www.filmbringer.ch
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Grossfamilie

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 12, 2014

Bauernland      Wir lebten alle in einem Haushalt:  meine Eltern, die Grosseltern, meine beiden Geschwister, der um anderthalb Jahre ältere Bruder Kurt und die um drei Jahre jüngere Schwester Ruth, jeweils ein oder zwei Lehrlinge aus dem Welschland und die Jumpfer Sophie. Während der grossen Arbeiten sassen oft noch weitere Helfer am langen Küchentisch, Verwandte oder Taglöhnerinnen.

Baumanns_am_Esstisch_1954

Auch wegen der Milchsammelstelle und dem Anken- und Käseverkauf war bei uns immer viel Betrieb. Unser Hof war sozusagen das Dorfzentrum von Suberg. Manchmal mussten die Käsereikunden auf die Milch warten, weil noch kein Bauer mit seiner Kanne oder Brännte aufgekreuzt war, und so standen sie dann mit ihren leeren Milchkesseli  im Stallgang und brichteten mit meinem Vater, der am Melken war. Das behinderte zwar regelmässig unsere Stallarbeiten, das nahmen wir aber gerne in Kauf, weil wir dafür laufend über die Neuigkeiten aus aller Welt und über den Dorfklatsch informiert wurden.

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Zudem machte der Bruder meines Vaters, der Posthalter und mein Götti, jeden Tag auf seiner Posttour mit dem schweren schwarzen Velo bei uns eine kurze Pause.

Otti war nebenher Dirigent der grossen Dorfmusikgesellschaft, mein Vater der Präsident,  so dass oft und viel über die Subergmusig geredet wurde. Wir berieten am Familientisch die neuen Uniformen des Musikvereins, Farbmuster wurden herumgereicht, Federn für den Hutschmuck begutachtet, Stoffe ausgewählt. Die fertige Uniform sah fantastisch aus und war für die damalige Zeit etwas ganz besonderes: schwarze Hosen mit einem breiten gelben Nahtstreifen, ein schwarzer Kittel mit gelben Zierschnüren und Epauletten, auf dem Hut steckte ein aufrechter schwarzgelber Federnbusch. Auf die Subergmusig mit ihren über fünfzig aktiven und noch viel mehr passiven Mitgliedern ist das Dorf heute noch zurecht stolz.

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Mein Bruder und ich waren in jungen Jahren auch eine Zeit lang fleissige Musikanten und übten täglich auf Zugposaune, Flügelhorn und Cornet. Zweimal wurde in unserer Gemeinde das seeländische Musikfest durchgeführt, für das ganze Dorf ein Riesenereignis, das die Dorfgemeinschaft gut ein halbes Jahr lang beschäftigte. Wir Schulkinder durften bei der Marschmusikdemonstration auf der abgesperrten Dorfstrasse vor dem jeweiligen Musikkorps und vor den Ehrendamen die Schrifttafeln mit den Namen der Teilnehmer tragen. Ich trug das Schild der Musig von Sutz-Lattrigen und absolvierte nervös, aber konzentriert meinen ersten und keineswegs den einfachsten öffentlichen Auftritt. Ich musste im Takt der Marschmusik vorausschreiten,  beim Kommando „Achtung, Vorwärts, Marsch!“ im richtigen Moment mit dem richtigen (linken) Bein  beginnen und darauf  achten, dass das Musikkorps im richtigen Abstand auch immer noch nachfolgte, und durfte mich nicht durch die Zurufe der zahlreichen Zuschauer am Strassenrand irritieren lassen!

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Das Zusammenleben in einer Grossfamilie funktioniert allerdings nicht immer im Gleichtakt und zur selben Melodie. Die Spannungen zwischen dem Hofbesitzer, meinem Grossvater, der nicht loslassen konnte, und meinen Eltern, die fast zeitlebens als Pächter von ihm abhängig waren und nicht frei entscheiden konnten, waren zahlreich. Das ging so weit, dass meine Eltern gelegentlich erwogen, auszuwandern, aber sie unternahmen nie ernsthaft entsprechende Schritte . Ich glaube, dass die Eltern uns Kindern das nicht antun wollten. Sie haben stattdessen einfach die Zähne zusammengebissen, wenn der Grossvater bei einem  notwendigen Stallumbau oder bei einer betrieblichen Umstellung sein Veto einlegte. Wegen solcher Erfahrungen war für mich immer klar, dass ich später nie gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben wollte und dass ich nie lange Lächemaa auf einem Hof sein, sondern möglichst bald Eigentümer werden wollte, auch wenn das zumindest am Anfang mit einer hohen finanziellen Belastung verbunden ist. Sein eigener Herr und Meister sein, selber über alles entscheiden können, nicht abhängig sein von einem Hofbesitzer, das alles macht den Bauernberuf erst attraktiv.

Im Kanton Bern steht häufig neben dem Bauernhaus das Stöckli, das Altenteil. Eine ideale Lösung um Generationenkonflikte zu vermeiden und trotzdem die ältere Generation als Chummerzhilf in der Nähe zu haben. Wir hatten kein Stöckli zur Verfügung. Wir mussten uns wohl oder übel im gemeinsamen Haushalt anpassen und lernen, Rücksicht zu nehmen.

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Bauernbub

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 6, 2014

Bauernland  Ich bin in eine kleine Welt geboren worden und in einer kleinen Welt aufgewachsen. Auf dem Hof Inselmatt, mitten im kleinen Bauerndorf Suberg im Berner Seeland. Bild Das Dorf gehört zur Gemeinde Grossaffoltern, war aber im Schulwesen und in anderen Bereichen lange Zeit selbständig. Wir Buben und der Vater gingen öfter mal mit Schaufel und Pickel zum Gemeindewerk, um den gemeinsamen Wegunterhalt zu besorgen. Suberg zählte damals etwa 150 Einwohner, fast alles alteingesessene Bauernfamilien und Arbeiter, die sich ein einfaches Häuschen leisten konnten. Es gab ein Kolonialwarenlädeli, eine Milchsammelstelle, eine SBB-Station, eine Dorfwirtschaft, die landwirtschaftliche Genossenschaft, die Düngerfabrik, eine Poststelle und ein schönes Schulhaus aus Backsteinen mit einem Türmchen. Meine Eltern haben immer in diesem Dorf gelebt und natürlich auch die Schule besucht. Beim selben Lehrer, der später auch mich und meinen Bruder Kurt während fünf Jahren in der Gesamtschule unterrichtete. Bild

Mein Vater ist „auf der Post“ aufgewachsen, einem bäuerlichen Kleinbetrieb, in dem die Familie Baumann während über hundert Jahren im Nebenerwerb auch das Postbüro betrieb. Urgrossvater, Grossvater und später der Bruder meines Vaters waren Posthalter in Suberg. Die pergamentene, abgegriffene Schweizerkarte an der Wand im Postbüro war für mich so etwas wie der Glanz der fernen Welt.  Mein Grossvater hiess Rudolf Baumann senior und mein Vater war der Rudolf Baumann junior. So wurde ich zur besseren Unterscheidung trotz meines Taufnahmens Rudolf halt immer Ruedi geschrieben oder auf  Berndeutsch ‚Buume Rüedu’ gerufen, auch wenn mir das nicht sonderlich gefiel. Bild

Die Post liegt  in Sichtweite der Inselmatt, wo meine Mutter als Lina Röthlisberger aufwuchs, wo mein Vater eingeheiratet hat und wo meine Geschwister und ich geboren wurden. Meinen  Urgrossvater, Simon Röthlisberger, habe ich nicht mehr gekannt. Er stammte aus einer Käserfamilie von Langnau und hat in jungen Jahren den Landwirtschaftsbetrieb in Suberg aufgebaut.  Von ihm hat mein Grossvater, Otto Röthlisberger, den wir immer Goffa nannten, die Inselmatt geerbt. Goffa war so etwas wie ein Herrenbauer und mehr Mechaniker als Landwirt. Schon in den dreissiger Jahren besass er ein Auto und weit und breit den ersten Hürlimann-Traktor.

Mein Vater hingegen war Bauer mit Leib und Seele. Er war streng und bestimmt, selber sehr arbeitsam, mit uns Kindern immer fröhlich, und man fühlte, dass er die Arbeit in Feld und Stall liebte. Er war hochgeachtet als Ortspräsident, als Feuerwehrkommandant und als Präsident der Musikgesellschaft. Bild Bei meinem Vater haben wir früh gelernt, hart zu arbeiten, auch mal auf die Zähne zu beissen, wenn der Rücken beim Kartoffelsetzen schmerzte oder wenn uns beim Aufstellen der Getreidegarben die Gluren stachen. Meine Eltern waren lange Jahre Pächter auf dem Inselmatthof. Erst mit dem Tod von Grossvater Röthlisberger, viel zu spät, ging der Hof in den Besitz der Eltern über.

Meine Mutter führte den grossen Haushalt, war für die Verpflegung der Grossfamilie zuständig, half in der Milchsammelstelle mit  und betreute noch den Hühner- und Schweinestall, den Garten und Pflanzplätz.  Die Arbeitsteilung war  sehr traditionell, mein Bruder und ich halfen früh in Feld und Stall mit, aber nicht im Haushalt. Für die Küche waren meine Mutter, früher noch die Grossmutter und die Jumpfer Sophie, später meine Schwester zuständig.